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Ansprechpartner

Beatrice Spendrin

Tel: 0721 955 95 176
hausnotruf@drk-karlsruhe.de

Ettlinger Straße 13

76137 Karlsruhe

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Cäcilia Busch

Tel: 0721 955 95 176
hausnotruf@drk-karlsruhe.de

Ettlinger Straße 13

76137 Karlsruhe

Der DRK Hausnotruf Karlsruhe im Rückblick

Beate Oeberg-Remy präsentiert das erste Hausnotrufgerät.
Cäcilia Busch zeigt die neueste Hausnotruf-Generation.

Genau vor 30 Jahren, im Juli 1984 wurde das erste DRK-Hausnotrufsystem in Karlsruhe angeschlossen. Ein Meilenstein und auch ein Segen für alle Menschen, die im Alter so lange als möglich sicher zu Hause leben möchten.

Damals, zusammen mit der gemeinnützigen Fördergesellschaft für Behinderte und mit Zuschüssen der Stadt und des Landkreises Karlsruhe ins Leben gerufen, konnten hilfsbedürftige Menschen an den „Draht zum Leben“ angeschlossen werden.

Nach einigen Anlaufschwierigkeiten gab es schon nach acht Monaten die ersten Erfolge zu erzielen: Die Teilnehmerzahl betrug bereits 31 Personen und 21 Einsätze waren zu verzeichnen. Im Dezember 1984 wurde Beate Oeberg-Remy offizielle Hausnotrufbeauftragte und war für den Anschluss der lebensrettenden Geräte im Stadt- und Landkreis Karlsruhe zuständig. Sie stellte damals auch unter den Teilnehmern Kontakt her und so wurde das einjährige Jubiläum mit einem Ausflug in den Schwarzwald gefeiert. Bei solchen gemütlichen Kaffeenachmittagen oder Ausflügen konnten die Menschen ihre Einsamkeit, Schmerzen und Probleme eine Weile vergessen. Im Hausnotrufdienst sieht man viele erschütternde Schicksale. Menschen, die monatelang die Wohnung nicht verlassen haben und außer dem Postboten niemand zu Gesicht bekommen.

Damals war diese neuartige Technik mit einigen Vorurteilen behaftet, die es aus dem Weg zu räumen galt, und mit 100 Mark im Monat und 64 Mark für den Anschluss auch nicht gerade günstig. An der Funktionsweise hat sich wenig geändert. Der Teilnehmer erhält eine Basisstation, damals wurde die Leitung noch von der Deutschen Post gelegt, und einen mobilen Sender. Hiermit kann ein Notruf ausgelöst und eine Sprechverbindung zur Notrufzentrale hergestellt werden. Auch damals schon wurden die Patientendaten im Computer gespeichert und an den Disponenten „ausgeworfen“, sobald der Notrufknopf gedrückt wurde.

Vier Jahre nach dem ersten Anschluss war auch die erste Krankenkasse bereit, einen Teil der Kosten für das lebensrettende System zu übernehmen. Zuvor hatte nur das Sozialamt auf Antrag mit ärztlicher Bescheinigung die monatlichen Kosten getragen. 1986 waren 75 Prozent der Teilnehmer weiblich, heute 80 Prozent. Nach zwei Jahren waren es 80 Hausnotruf-Teilnehmerinnen und Teilnehmer, 1990 schon über 400 und der 600. Anschluss wurde 1992 gelegt.

Aktuell im Jahr 2014

Was sich mit den Jahren geändert hat, ist sichtbar die Größe. Der heutige Funksender ist auf den ersten Blick kaum noch von einer Armbanduhr zu unterscheiden und das Basisgerät ist nur noch ca. 10x15 Zentimeter groß. 2014 gilt es, eine Teilnehmerzahl von 2.350 zu betreuen. Heute arbeiten Cäcilia Busch und Beatrice Spendrin in der Verwaltung, Norma Biermann, Marina Bayerl und Beatrix Steiner-Ströher im Außendienst und weitere 25 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter im Schichtdienst auf der Hausnotrufzentrale und in der Einsatzbereitschaft.

Die Technik hat sich weiterentwickelt. Beispielsweise die erweiterte Hausnotrufversion, die mit Sensoren die Aktivität mit Normalwerten vergleicht und gravierende Abweichungen meldet. Oder der Mobilruf, über den man außerhalb der eigen vier Wände, via Handy und GPS Ortung Hilfe rufen kann. Neu sind die Rauchwarnmelder, mit direkter Verbindung zur Hausnotrufzentrale.

Auch nach 30 Jahren steht der Mensch im Mittelpunkt, hunderte Menschenleben wurden gerettet. Dem Roten Kreuz ist es wichtig, Menschen zu retten, zu helfen oder ein paar Minuten Zeit zu schenken – einfach ein sicheres Gefühl zu geben, „es ist jemand da, wenn ich Hilfe brauche.“ Wir sind gespannt, wie der Hausnotruf sich weiterentwickeln wird. Haben Sie Ideen oder Wünsche, die man noch umsetzen könnte? Dann melden Sie sich gerne bei uns. Der DRK-Kreisverband Karlsruhe wird technisch und auch menschlich für Sie immer auf dem neuesten Stand sein und nie den Blick für den Menschen verlieren.