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Geschichte

Die Schlacht von Solferino im Jahre 1859 gilt als Auslöser für die weltweite Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Der eher zufällig anwesende Kaufmann Henry Dunant ist von der Not und dem Elend der auf dem Schlachtfeld Verwundeten tief erschüttert und organisiert in den folgenden Tagen mit Dorfbewohnern zivile Hilfe.

Dunant verarbeitet und veröffentlicht seine Erlebnisse in dem Buch „Eine Erinnerung an Solferino“. Er berichtet von den Greueln des Krieges und hat die Idee, dass zivile Helfer bei der Versorgung der verwundeten Soldaten helfen. Dunant macht zwei Vorschläge:

1. Die Gründung von freiwilligen Hilfsgesellschaften, und zwar schon in Friedenszeiten und dauerhaft
und
2. Die Staaten sollen ein internationales und rechtsverbindliches Abkommen vereinbaren, das als Basis zur Gründung dieser Hilfsgesellschaften dienen kann.

Die Ideen Dunants finden zahlreiche Anhänger. In Genf wird am 9. Februar das „Komitee der Fünf“ gegründet, das am 17. Februar 1863 zu einem ersten Treffen zusammen kommt – die Geburtsstunde des heutigen „Internationalen Komitees vom Roten Kreuz“.

Die Bedeutung Badens
Prinzessin Luise von Preußen, Großherzogin von Baden, gründete 1859 im Alter von 20 Jahren den Badischen Frauenverein, der die Ziele des später entstandenen Roten Kreuzes vorwegnahm. Kein Wunder, dass Henry Dunant für die Verwirklichung seiner humanitären Idee ihren Beistand suchte und den – mit der Unterstützung von Luises Eltern, König Wilhelm und Königin Augusta von Preußen, – auch erhielt. Ohne diese Hilfe hätte Henry Dunant kaum die Zustimmung der deutschen Fürsten für die Neutralität des Roten Kreuzes gefunden, ohne die er  sich schwerlich gegen seine andersdenkenden Kollegen im Genfer Fünferausschuss durchgesetzt hätte.