Foto: A. Zelck / DRKS
RettungshundearbeitDie Rettungs-Hunde vom Deutschen Roten Kreuz

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Rettungshundearbeit

Ansprechpartner

Karin Eisele

Tel: 07251 922 121
eisele@drk-karlsruhe.de

Am Mantel 3
76646 Bruchsal

Die Verwendung von Rettungshunden spielte in den beiden Weltkriegen vornehmlich in Sanitätseinheiten noch eine Rolle und wurde seit Bestehen der Bundesrepublik Deutschland außer bei der Bergwacht im Deutschen Roten Kreuz nur von einigen Individualisten und Spezialisten betrieben. Das beharrliche Bemühen dieser Individualisten, die ihre gut ausgebildeten Suchhunde in die Aufgaben und Arbeit des Roten Kreuzes einbringen wollten, wurde schließlich belohnt.

Rettungshundestaffel bei Ihrem Kreisverband vor Ort

Der Rettungshundeführer ist als Helfer des Sanitätsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes Mitglied der jeweiligen DRK-Bereitschaft.
Foto: A. Zelck/DRK

Die Rettungshundestaffel ist als Spezialeinheit beim Deutschen Roten Kreuz in Karlsruhe angesiedelt. Trainiert wird zweimal pro Woche mehrere Stunden mit den Hunden und wir besuchen umfangreiche Seminare wie z.B. einen Sanitätshelferlehrgang, Funklehrgang, psychosoziale Betreuung, Erste Hilfe am Mensch und Hund, Einsatztaktik, usw.

 Das alles wird in der Freizeit unentgeltlich aber dennoch mit einem Strahlen und Begeisterung ausgeübt. Am meisten müssen wir „hinter der Leine“ üben -  für unsere Hunde ist es eine Art „Spiel“ die mit der Belohnung eine vermisste Person zu finden honoriert wird (und im Training mit ganz viel Leckereien). 

Unsere Aufgabe ist es, geeignete Hunde zu einsatzfähigen Rettungshunden auszubilden, die entsprechenden Hundeführer zu qualifizieren und diese Teams einsatzbereit zu halten.Eingesetzt werden die Spürnasen in unterschiedlichsten Einsatzszenarien. Immer geht es jedoch darum, vermisste Personen zu finden. Dies ist nicht immer einfach, denn unsere Opfer sind aus den unterschiedlichsten Beweggründen nicht auffindbar. Nicht selten handelt es sich um alte und gebrechliche Menschen, welche verwirrt und gesundheitlich angeschlagen sind und aus ihrem Zuhause oder einem Pflegeheim abgängig sind. 

Andere Menschen sind nach Spaziergängen oder sportlicher Betätigung nicht mehr nach Hause gekommen, weil sie in einer medizinischen Notlage sind. Auch Menschen die nach angedrohtem Selbstmord gesucht werden, oder Unfallopfer die in Panik aus dem Fahrzeug geklettert und weggerannt sind, zählen zu unseren Patienten die wir suchen. Jeder von uns oder einer unserer Angehörigen kann plötzlich als vermisst gelten.Wenn in solchen Situationen die Suche durch Menschen (Polizei, Angehörige, Feuerwehr, …) erfolglos war oder nicht effektiv erscheint, werden die Rettungshunde alarmiert. Der Vorteil von Hunden ist der deutlich besser ausgeprägte Geruchssinn. Menschliche Hautschuppen werden bei nahezu jeder Bewegung freigesetzt und können vom Hund erschnüffelt werden. Somit ist eine Suche in quasi jeder Situation möglich – Regen, Schnee, Dunkelheit und andere widrige Einflüsse stören den Hund nicht.

Es werden zwei verschiedene Arten Rettungshunde unterschieden: Mantrailer und Flächensuchhunde. Mantrailer arbeiten an der Leine und nehmen anhand eines persönlichen Gegenstandes der gesuchten Person die Spur auf und bringen so Ihren Hundeführer zu der vermissten Person. Diese Hunde sind ideal geeignet um innerhalb eines bekannten Aufenthaltsgebiets zu suchen. Auch innerstädtische Suchen sind problemlos möglich. Nicht selten ist es so, dass der Mantrailer den Beginn der Suche innerhalb einer bebauten Umgebung darstellt und danach von den Flächenhunden unterstützt / abgelöst wird.

Flächensuchhunde werden immer dann eingesetzt, wenn eine oder mehrere vermisste Personen in bewachsenen Gegenden vermutet werden, also z. B. in Wäldern, Parks, Friedhöfen oder Feldern. Ein Flächensuchhund benötigt höchstens 20 Minuten um ein unübersichtliches, bewachsenes Gebiet von ca. 20.000 – 30.000 Quadratmetern abzusuchen.

Ohne Halsband und Leine durchstreift er mit einer „Kenndecke“ die dem Hund aufgelegt wird das Suchgebiet und nimmt menschliche Witterung auf, der er dann folgt, bis er die Person gefunden hat. Laut bellend zeigt er die Person so lange an, bis auch der Hundeführer den Fundort erreicht hat und ggf. Erste Hilfe leisten kann.

Getreu dem Motto „Such und Hilf“ nimmt der Rettungshund die Fährte des Menschen auf und sucht entlang der Geruchslinie nach dem Opfer. Hierbei ist es dem Hund allerdings egal, welches Gelände vorliegt. Es sucht „querfeldein“ und geht dabei buchstäblich über Stock und Stein. 

Neben unserer Staffel gibt es in Karlsruhe noch Einheiten bei den Maltesern, Johannitern und dem Arbeiter Samariterbund. Zuständig sind wir aber nicht nur für das Stadtgebiet Karlsruhe sondern auch für den gesamten Landkreis. Alle Organisationen arbeiten im Einsatz in als „ARGE Rettungshunde“ zusammen.