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Psychosoziale NotfallversorgungPsychosoziale Notfallversorgung

Psychosoziale Notfallversorgung

„Wenn wir nicht mehr heilen können,
dann können wir lindern.
Und wenn wir nicht mehr lindern können,
dann können wir trösten.
Und wenn wir nicht mehr trösten können,
dann sind wir immer noch da.“

(Stefan Einhorn)

Die Maßnahmen der Psychosozialen Notfallversorgung zielen auf die Bewältigung von kritischen Lebensereignissen und der damit einhergehenden Belastungen für Betroffene – PSNV B (Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Unfallzeugen von Notfällen) einerseits und für Einsatzkräfte – PSNV E andererseits.

Menschen werden zumeist unvorbereitet durch plötzlich eintretende Not- und Unglücksfälle aus der Normalität ihres Lebens herausgerissen: Wenn Eltern durch das plötzliche Versterben ihres Kindes wie gelähmt sind, die Polizei nach einem schweren Verkehrsunfall der Familie die Nachricht über den Tod des Vaters überbringen muss oder Menschen mit dem Suizid eines nahen Angehörigen oder Freundes zurechtkommen müssen.

Die psychosoziale Akuthilfe von Betroffenen wird im DRK bundesweit von weit über 100 sogenannten Kriseninterventions- oder Notfallnachsorge-Diensten übernommen. Mitarbeitende dieser Dienste sind in einer psychosozialen Grundausbildung, der Qualifizierung zum Kriseninterventionshelfer, sowie Hospitations- und Praktikumsphasen auf Ihre Einsatztätigkeit vorbereitet worden. Regelmäßige Fortbildungen und Supervision sind verbindlicher Standard.

Für die psychosoziale Unterstützung von Einsatzkräften sind kollegiale und psychosoziale Ansprechpartner zuständig (selbst als Einsatzkraft im Rettungsdienst und in Bereitschaften tätig), die sich für die kollegiale Begleitung ihrer Kollegen im Umgang mit Stress und Belastungen qualifiziert haben. Fachlich begleitet werden diese von psychosozialen Fachkräften.

Im Stadt- und Landkreis Karlsruhe arbeiten die PSNV-Kräfte des DRK sehr eng mit der kirchlichen Notfallseelsorge zusammen. Häufig gehen sie gemeinsam in die Einsätze.

Marisa Graf

Jahrgang: 1985 

Beruf: Sekretärin der Geschäftsführung, Städt. Klinikum Karlsruhe, gelernte Arzthelferin 

Ehrenamt: seit 2005 beim DRK, u. a. zeitweise Bereitschaftsleiterin

Krisenintervention: seit 2018 

Michael Fischer

Jahrgang 1970 

verheiratet, 3 erwachsene Kinder 

Beruf: Notfallsanitäter (seit 2001 im Rettungsdienst tätig) 

Ehrenamt: Bereitschaftsleiter und Gruppenführer im DRK OV Spielberg, Ausbilder für Erste Hilfe    

Krisenintervention: seit 2018 in Karlsruhe (früher bereits in Pforzheim) 


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